AAC Summer Workshop 2016


From Module to Urban Quarter

From Module to Urban Quarter
Case Study Houses for the 21st-Century Berlin
AAC Summer Workshop Hamburg/Venice 2016
in Cooperation with Buro Happold // The Happold Foundation
Tutor: Imke Woelk

[ENG]

We find ourself in an area of Berlins innercity. Protected by a big slab building from all the metropolitan pollution, the scenery creates a small paradise. It‘s a calm place; we can listen to the birds sounds which are sitting in the big, old trees between the GDR‘s housing solution. Maybe it‘s not the most urban place in Berlin and maybe the existing structure is not the place to be but their inhabitants really like living here.

The prototypical building articulates itself in shape of a highrise typology. In this way it‘s impact to it‘s surrounding is as little as possible. At the same time it can inhabit a big amount of people which are necessary to densify this area.

By creating a customized computer script within grasshopper for rhino I‘ve got the possibility to insert the specific flat sizes I would like to achieve to the tool. In an evolutionary process the computer calculates the best solution for distributing the different apartments according to the predefined outline of core and buildin footprint. Afterwards I just need to fine tune the alignment of floorplans with the shafts for MEP as well as the construction grid.

The whole scheme allows a big variety of flat sizes and configuations which are all thought in a modular system. Hereby all main elements can be prefabricated and afterwards just brought to site by truck.

By choosing industrial standardized materials I can lower the price and underline the light, modular appearance. The main three elements are glas, industrial frosted glas and zinc metal panels.

Since the building gets taller at this location than it‘s neighbours, I am offering a common storey for activities on the first floor which rises higher than the surrounding structure. This floor contains different programmes – from sports to gardening and relaxing in the sauna.

The groundfloor keeps it‘s space open to the public. It offers services like smaller shops and/or offices as well as some bike storage for the tenants.

To sum it up the modularity of the project combined with a rather pracmatic contextual approach leaves in it‘s robust scheme still a lot of flexibility for inhabitants occupation and shapes the idea of a new multiplicatable prototype for Berlin.

[GER]

Die anhaltende Urbanisierung verknappt seit Jahren den Wohnraum in den wirtschaftlichen und kulturellen Zentren weltweit – so auch in Berlin. Dem gegenüber stehen träge Prozesse in der Realisierung neuer Bauvorhaben, vor allem im sozialen Wohnungsbau.
Das Untersuchungsgebiet, gelegen im Ostteil der Stadt, ist vielerorts geprägt vom sozialistisch, aufgelockerten Urbanismus, der sich oft aus den damals gängigen vorfabrizierten Typen-Elementen zusammensetzt. Eine schnelle, wenn auch rücksichtslose Art mit Wohnungsnot umzugehen.

Der Entwurfsansatz versucht mithilfe der Entscheidung zur Turm-Typologie und der damit verbundenen geringen Baufläche, das Areal nachhaltig zu verdichten und dennoch die Einwirkung auf bestehende Grünräume zu minimieren.
Das Hauptanliegen, möglichst viel günstigen Wohnraum nach den Kriterien der Wohnungsbaugesellschaft Mitte WBM zu erstellen, wird zum Leitfaden dieses Projekts erklärt. Ein, in der visuellen Programmiersprache Grasshopper, eigens dafür entwickeltes Script ermöglicht dem Architekten die Unterstützung in der Aufteilung diverser Wohnungsgrößen auf spezifischen Gebäudeumrissen. Nach Eingabe der gewünschten Wohnungsgrößen und der Verortung des Gebäudekerns in der Struktur verteilt das Programm in einem evolutionären Prozess die unterschiedlichen Typen auf dem gewünschten Turm-Layout. Das Resultat ist die bestmögliche Anordnung unter der Prämisse der gewünschten Wohnungsgrößen und eine enorm große Vielfalt an Grundrissaufteilungen. Ohne den Computer wäre ein solch präzises und vielseitiges Ergebnis nicht möglich.
In einem zweiten Arbeitsschritt müssen die computergenerierten Layouts auf Qualitäten in den Wohnungen sowie auf die Versorgungsschächte überprüft leicht angepasst werden.
In der Kooperation mit Buro Happold wurde die Bauweise des Gebäudes nahezu komplett in vorfabrizierten Teilen geplant. Das wiederum verringert ebenfalls die gängigen Baustellen- Emissionen und somit die Strapazen für die bestehende Anwohnerschaft – nahezu alle Elemente können auf dem LKW angeliefert und vor Ort eingesetzt werden.
Durch die Wahl von industriell standardisierten Materialien in der Fassade können Kosten reduziert und die Idee der Vorfabrizierung kann nach Außen transportiert werden. Die drei Hauptkomponenten Glas, Industrieglas (Profilglas) sowie metallene Zinkpanele verleihen dem Gebäude zusätzlich einen leichten, reduzierten Eindruck.
Die Höhe des Baukörpers ist variabel an die örtlichen Gegebenheiten anpassbar. Sobald die Geschosse sich höher als die der Nachbargebäude auftürmen, ist ein Gemeinschaftsgeschoss vorgesehen, das allen Bewohnern Zugang zur Aussicht sowie anderen geteilten Qualitäten bieten soll.
Eine weitere Ausnahme von den Wohnungsgeschossen bildet das Erdgeschoss – neben Laden- oder Büroflächen ist hier Platz für Fahrräder sowie die Lobby des Turms.

Die Modularität des Projekts kombiniert mit der eher pragmatischen kontextuellen Herangehensweise erschaffen eine robuste Struktur, die dennoch ein hohes Maß an Flexibilität für künftige Aneignung der Bewohner erlaubt. Die äußere Gestalt wird ein Abbild des Innenlebens – der Bewohner – und somit auch ein Stück Berlin.

160629_Lagepläne160629_Development
160629_Floorplan1160629_Floorplan2160629_Script160629_Axo160629_AxoExplo_Progress

The axonometric drawing is a result of a grasshopper based script from Buro Happold for a prefabricated building organization.

160629_Tower Exterior

The whole project is going to be exhibited among four others at Campus Rainvilleterrasse in Hamburg till mid autumn. From October on the exhibition will be also shown at Architekturgalerie Berlin, Karl-Marx Allee. Feel free to visit!

All © Academy for Architectural Culture & Max Rudolph

The project has been published in the German magazine „Bauwelt – Modular Bauen 28 – 29.16″.

Bauwelt P1Bauwelt P2 mit Zoom

© Bauwelt