Winter 2013


Urban Cohousing

URBAN COHOUSING
Bachelor Thesis // V-Prof. Ludwig Heimbach, Prof. Thorsten Bürklin // 7th Semester // Winter 2013/14

„Die Urbanisierung und gleichzeitige Wiederentdeckung der Qualitäten des innerstädtischen Wohnens verknappen und verteuern den Wohnraum in den wirtschaftlichen und kulturellen Zentren weltweit. Seit rund einem Jahrzehnt zeichnet sich auch in einigen deutschen Großstädten eine positive Bevölkerungsentwicklung ab: während hier Suburbanisierungstenden- zen rückläufig sind, erfahren diese eine steigende Zahl an Zuzügen.
Gleichzeitig steigt die Wohnfläche pro Person kontinuierlich an, was, zusätzlich zu den allgemeinen Kostensteigerungen, zu einer weiteren Verteuerung des Wohnens führt. Die Größe einer Wohnung scheint mittlerweile, ganz nach Jean Nouvels Schlagwort aus den 1980er Jahren „eine große Wohnung ist eine gute Wohnung“, als eigene Qualität empfunden werden. Andererseits sind post-materialistische Tendenzen in den Lebensgewohnheiten der Menschen gerade in Großstädten nicht zu übersehen, die sich in Phänomenen der sharing economy und in einigen Formen des Co-Housings zeigen, die an verschiedene vergemeinschaftliche Wohnformen der Architekturgeschichte oder aktuellere Beispiele im japanischen Wohnungsbau erinnern.“

▸ LUDWIG HEIMBACH

„In der nachfolgenden Arbeit analysiere ich in einer vertiefenden Untersuchung die zuvor umrissenen thematischen Randumstände des Wohnens in deutschen Ballungsräumen. Hauptaugenmerk ist die Stadt Berlin und ihr Umfeld. Der darauffolgende Blick in die Geschichte dient einer analytischen Reflexion historischer und aktueller architektonischer Beispiele, deren Ergebnisse im Folgenden in einen Entwurfsprozess überführt werden.
Der Schwerpunkt dieses Wohnbauprojekts in Berlin liegt auf der Reduktion der individuell verfügbaren Fläche zugunsten von zusätzlichen Services, die einem größeren Personenkreis offen stehen und gemeinschaftlich genutzt werden können. Diese Umverteilung der Flächengewichtung zugunsten der Gemeinschaft verfolgt als Ziel eine höhere Dichte, die den Bewohnern neue Qualitäten des urbanen Lebens in der Gemeinschaft bietet. Die daraus resultierende, planerische Ausarbeitung soll weniger ein utopisches Szenario unterbreiten, als eine vorstellbare Alternative zum gängigen Wohnungsbau.“

The urbanization and rediscovery of the qualities of inner-city living increase the price of living space in our cultural and economic centers world wide. At the same time the living space per head is increasing constantly aswell.
I tried to analyse how we can reduce the invidual space without losing any living qualities by offering additional community services for all neighbours of one house. This kind of redistribution of area in favour of community space creates a higher density, a stronger identification and new services which wouldn‘t be possible for just one partie.

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STORY OF THE SINGLE APARTMENT

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STORY OF THE FAMILY APARTMENT

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To show the miscellaneousness and complexity of the two floor plan types, I am showing both in daily situations of a fictitious couple and family. The persons and their daily practices are not adjusted to the flats, rather I tried to demonstrate typical rhythms of life.
The transformation of the floor plans shows the high grade of flexibility as well as the high efficiency in spite of the relatively small spaces.

single apartment: about 37 sqm
family apartment: about 79 sqm

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